Looking Back 1930 | 2020: Building on Fragmented Legacies

Gespräch mit: Karina Griffith, Sandrine Micossé-Aikins, Katharina Oguntoye, Abenaa Adomako und Saraya Gomis. Moderiert von Eric Otieno.

Einer der Ausgangspunkte des Abends ist die erste bekannte, in Deutschland entstandene Schwarze Theaterrevue “Sunrise in Morning Land” (1930). Das von Louis Brody geschriebene Stück spielt um 1880 und kritisiert aus afrikanischer Perspektive die Folgen des europäischen Imperialismus für Afrika. Die 38 Schwarzen und drei weißen Schauspieler*innen spielten auf Duala, Deutsch, Englisch und Französisch. Das Stück selbst ist verschollen, doch laut Berichten zeitgenössischer US-amerikanischer Zeitungen wurde darin die Darstellung Schwarzer Menschen in kulturellen Produktionen der Weimarer Republik infrage gestellt und der Geschichte und Kultur Schwarzer Menschen gehuldigt.

Der Abend ist diesen Geschichten, ihrer Tilgung und ihrer Verfügbarkeit gewidmet, aber auch ihrer Bedeutung für die aktuellen Bestrebungen, kulturelle Gegebenheiten zu gestalten, in denen sich unsere Komplexitäten in all ihrer Tiefe widerspiegeln

vlnr Katharina Oguntoye, Abenaa Adomako, Eric Otieno, Sandrine Micossé-Aikins, Saraya Gomis, Karina Griffith by By Muhammed Lamin Jadama

Perfomance von Karina Griffith

Radical Mutation-Anguezomo Mba Bikoro

Image by Dorothea Tuch

Image by Muhammed Lamin Jadama