1983, an einem kalten Wintertag in New York, stellt der US-amerikanische Künstler David Hammons einen improvisierten Straßenstand auf, breitet sorgfältig geformte Schneebälle in unterschiedlichen Größen auf einer Decke aus und bietet sie zum Verkauf an. Das scheinbar absurde Angebot eines flüchtigen, wertlosen Materials mitten im urbanen Alltag wird unter dem Titel Bliz-aard Ball Sale zu einer der prägnantesten Performances der amerikanischen Konzeptkunst. Hammons, der in den 1970er- und 1980er-Jahren Teil des Black Arts Movement war, nutzt hier den öffentlichen Raum als Bühne und den Kunstmarkt als Spiegel gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Der Verkauf von Schneebällen wird zur subtilen Parodie der ökonomischen und kulturellen Wertschöpfung. Der Film The Melt Goes On Forever (2023) von Judd Tully und Harold Crooks zeichnet die Karriere des afroamerikanischen Künstlers David Hammons nach – von den 1960er-Jahre bis zu seiner heutigen internationalen Bedeutung in der Kunstwelt. Die Künstlerbiografie wird am 06.03.2026 im englischen Original im Bremer Weserburg Museum mit englischen Untertiteln gezeigt mit anschließendem Gespräch zwischen der Künstlerin Anys Reimann und dem Publizisten und Kurator Eric Otieno Sumba.