Postcolonial poly perspectives

Dekolonisierung unseres Alltags – über zwei Spielzeiten hinweg, von April bis Dezember 2019, legt das Ballhaus Naunynstraße mit Postcolonial Poly Perspectives den Schwerpunkt auf den Alltag, auf künstlerische, aktivistische und theoretische Ansätze zur Dekolonisierung der Gegenwart.

Das Festival Postcolonial Poly Perspectives präsentiert Schwarze Perspektiven in den Künsten, Berliner Positionen, in Performances, Choreografie, Video, Literatur. Es zeigt die Vielfalt der Perspektiven als Strategie: Monoperspektivische Wahrnehmungs- und Deutungsmuster, tradiert und wirkmächtig, weiße Erzählungen erfahren Seitenblicke, Gegenbilder und vielfältige Brechungen. Die postkoloniale Matrix, wie sie engmaschig über Dingen, Sprechen, Verhalten liegt, ausweiten – dafür bietet Postcolonial Poly Perspectives Raum.

In diesem Rahmen ist Buna Hour ist eine vierteiligen Serie von Gesprächsrunden über diskursive und künstlerische Strategien der Dekolonisierung des Alltags, seiner Objekte und damit verbundenen Praktiken.

Angelehnt an der äthiopischen Praxis der Buna, in der Haushalte und Gemeinschaften für ein bis zwei Stunden, Kaffee trinkend zusammenkommen, um Alltägliches zu besprechen – lädt Buna Hour / Common Collections Gäste ein, die zu einem polyphonen Perspektivenaustausch zusammenkommen, in dem die vielschichtigen Bedeutungen der Archive in unserem Alltag
sichtbar werden.